From the magazine Pflegerecht 2/2017 | S. 66-74 The following page is 66

Das Mauerblümchen-Dasein der Akut- und Übergangspflege

I. Einleitung

Die Kosteneindämmung ist ein wichtiges Ziel der Gesundheitspolitik, insbesondere unter der Prämisse von gleichbleibend hoher Qualität. Im Rahmen einer grösseren Gesundheitsreform in der Schweiz erfolgte Anfang 2012 die Einführung der leistungsbezogenen Fallpauschalen (SwissDRG) in der stationären Akutsomatik.1 Mit der Implementierung von SwissDRG wurden wirtschaftliche Anreize gesetzt, die unter anderem für eine weitere Senkung der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer in Spitälern sorgte.2

Die verkürzten Aufenthalte in der stationären Akutversorgung führen bei vulnerablen Patientinnen und Patienten zu speziellen Herausforderungen betreffend die Nachversorgung. Insbesondere ältere und polymorbide Patientengruppen, die aufgrund der demografischen Entwicklung kontinuierlich anwachsen werden, benötigen mehr Zeit für die Rekonvaleszenz. Bleibt während des Spitalaufenthalts nun nicht mehr genügend Zeit, Selbstpflegedefizite zu beheben und wieder nach Hause zurückzukehren…

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