From the magazine Pflegerecht 4/2013 | S. 236-237 The following page is 236

Nr. 44

Urteil des Bundesgerichts, II. öffentlich- rechtliche Abteilung, vom , 2C_866/2012

Zulässigkeit eines vorsorglichen Berufsverbots

Der Verdacht auf sexuelle Übergriffe einer Pflegefachperson (hier: Anästhesiepfleger) rechtfertigt den Erlass eines vorsorglichen Berufsausübungverbotes; dieses darf zudem im kantonalen Amtsblatt veröffentlicht werden.

Sachverhalt

Der Anästhesiepfleger X. wird in einem laufenden Strafverfahren beschuldigt, sich zwischen Mai 2008 und August 2011 an mindestens 14 Patientinnen sexuell vergangen zu haben. Der Kantonsärztliche Dienst des Kantons Zürich verbot X. mit Verfügung vom 9. Januar 2012 im Sinne einer vorsorglichen Massnahme per sofort und unter Androhung der Ungehorsamsstrafe nach Art. 292 StGB die Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit als Pfleger von Patientinnen im Kanton Zürich. Das Berufsverbot wurde bis zu dem Zeitpunkt angeordnet, in dem nach Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids in der Strafsache über die allfällige Verhängung eines definitiven Berufsverbots…

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