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Gedanken zu pflegerischen Anordnungen in einer Patientenverfügung

I. Einleitung

Jeder ärztliche Eingriff stellt, selbst wenn dieser nach den Regeln der ärztlichen Kunst ausgeführt wird, eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte des Patienten dar1 und ist damit grundsätzlich rechtswidrig – wenn kein Rechtfertigungsgrund vorliegt.2 Ein solcher kann sich gemäss Art. 28 Abs. 2 ZGB unter anderem durch die Einwilligung der betroffenen Person ergeben. Diese setzt aber Urteilsfähigkeit voraus, sodass eine urteilsunfähige Person grundsätzlich nicht mehr einwilligen kann.3 Verletzte oder schwer kranke Personen und insbesondere auch ältere Menschen sind zum Zeitpunkt der ärztlichen Massnahme häufig nicht in der Lage, selbst eine Entscheidung über den Eingriff zu treffen. Sinnvoll und empfehlenswert ist es deshalb, im Voraus – vor Verlust der Urteilsfähigkeit – über die Aus der ZeitschriftPflegerecht 1/2014 | S. 16–26 Es folgt Seite № 17zukünftige ärztliche und pflegerische…

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