From the magazine Pflegerecht 2/2014 | S. 113-116 The following page is 113

Nr. 55

Entscheid des Bundesgerichts, I. sozialrechtliche Abteilung, vom 12. Juli 2013, 8C_1037/2012

Pflegebedarfsfeststellung in der Unfallversicherung

Die SUVA ist nicht verpflichtet, auf das RAI-HC-Bedarfsabklärungsinstrumentarium abzustellen; dieses kann jedoch im Rahmen des Art. 18 UVV herangezogen werden, wenn es eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Lösung ermöglicht. Ein akzessorischer Hilfe- bzw. Pflegebedarf ist als zur medizinischen Pflege gehörig zu betrachten, auch wenn die einzelnen Verrichtungen selbst nicht als medizinisch qualifiziert werden können.

Sachverhalt

Der 1979 geborene S. war Hilfsdachdecker bei der Firma Q. und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch unfallversichert. Am 11. Dezember 2009 wurde er von einem Auto angefahren. Im Austrittsbericht des Spitals X. vom 29. Dezember 2009 wurden folgende Diagnosen gestellt: 1. Polytrauma mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma und Mittelgesichtsfrakturen; 2. stumpfes Thoraxtrauma (dislozierte Sternumfraktur;…

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