From the magazine Pflegerecht 2/2018 | S. 101-104 The following page is 101

Die unaufgeklärten Aufgeklärten und die Urteilsfähigkeit der beschränkt Urteilsfähigen

Was muss die Pflege aus juristischer Perspektive über die Urteilsfähigkeit wissen?

Aufgabe der Pflege ist die Förderung der Gesundheit, die Verhütung von Krankheiten und die Versorgung und Betreuung kranker, behinderter und sterbender Menschen in allen Lebensaltern und in allen Fachbereichen, sowohl in der stationären und ambulanten Versorgung wie auch in begleiteten Tagesstrukturen.

Wie immer man diesen Auftrag auch umreisst: Aufgabe der Pflege ist primär die Pflege und nicht die juristisch stichhaltige Beurteilung der Urteilsfähigkeit.

Gute Pflege ist nicht möglich, ohne die Befindlichkeit des kranken Menschen in die pflegerischen Entscheide und Massnahmen einzubeziehen. So wie aber der Architekt die räumlichen, gestalterischen und auch ökonomischen Vorgaben der Bauherrschaft zu berücksichtigen hat, hat er doch auch das «technisch Mögliche» und fachlich Gebotene einzubringen. Letztlich kann nur er bzw. der Bauingenieur die Statik und die konstruktive Eignung beurteilen; obwohl Autonomie und Vorstellungen der Bauherrschaft letztlich eine gewisse «Absolutheit»…

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