From the magazine Pflegerecht 4/2014 | S. 232-234 The following page is 232

Nr. 64

Urteil des Bundesgerichts, I. sozialrechtliche Abteilung, vom 5. September 2014, 8C_457/2014

Präsenzdienstleistungen von medizinisch geschultem Personal stellen medizinische Pflege dar

Der Unfallversicherer hat nur medizinische Pflegemassnahmen zu vergüten (Art. 21 Abs. 1 UVG und Art. 18 UVV). Überwachungs- bzw. Präsenzdienstleistungen für Versicherte, die nicht an einer psychiatrischen Störung leiden, sind krankenversicherungsrechtlich nur versichert, wenn sie in Massnahmen zur Überwachung von Infusionen, Transfusionen und Geräten, die der Behandlung oder der Kontrolle und Erhaltung von vitalen Funktionen dienen, bestehen (Art. 7 Abs. 2 lit. b Ziff. 9 KLV). Von der KLV nicht gedeckte Überwachungs- bzw. Präsenzdienstleistungen für Versicherte fallen gleichwohl unter den medizinischen Pflegebegriff, wenn medizinisch geschultes Personal intervenieren muss, was bei einem Problem mit dem Beatmungsgerät oder einer Sekretbildung in der Kanüle der Fall ist.

Sachverhalt

A. war als Lehrling der Elektro B. AG, bei…

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