From the magazine Pflegerecht 1/2016 | S. 33-34 The following page is 33

Pflegekapital: Eigenvorsorge statt Zwang zur Umverteilung

Die alternden Babyboomer werden den Generationenvertrag auf den Kopf stellen. Bis 2060 ist mit einer Verdoppelung der Pflegekosten zu rechnen – primär zulasten der Erwerbsbevölkerung. Neue Finanzierungskonzepte sind gefragt.

Die heutige Pflegefinanzierung wird von vielen als unfair empfunden. Wer beim Pflegeheimeintritt noch Kapital besitzt, muss den Aufenthalt selber zahlen, wer nicht, wird mit Ergänzungsleistungen unterstützt. Sparen für die Alterspflege wird bestraft, Konsum belohnt. Zudem wird die Finanzierung der Alterspflege heute mehrheitlich von den Krankenkassen und vom Staat geleistet: zwei Finanzierungsquellen, die einen bedeutenden finanziellen Transfer von den Erwerbstätigen zu den Pflegebedürftigen bedingen. Diese heute weitgehend akzeptierte Umverteilung gerät jedoch aufgrund der Alterung der Gesellschaft stark unter Druck. Eine neue Finanzierungsregelung drängt sich auf. Avenir Suisse schlägt deshalb die Bildung eines obligatorischen, individuellen Pflegekapitals…

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