From the magazine Pflegerecht 2/2018 | S. 84-89 The following page is 84

Freiwilliger Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit als Form der Lebensbeendigung

I. Einführung

Die Lebensbeendigung durch den freiwilligen Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit (FVNF), auch genannt Sterbefasten1, ist in den vergangenen Jahren vermehrt in den Fokus von Wissenschaft und Öffentlichkeit gerückt. Davon zeugen die erschienenen wissenschaftlichen Publikationen2 ebenso wie Informationsportale3, Presseartikel4, Wortmeldungen von Verfechtern5 oder die unlängst lancierte deutsche Petition «Gestorben wird zuhause – Ja zum begleiteten Sterbefasten»6 und die Schweizer Initiative «Altersfreitod»7. An der wissenschaftlichen Diskussion beteiligt sind indes überwiegend die Pflegewissenschaften, Palliativmedizin und Medizinethik. Fachpersonen werden im klinischen Alltag mit praktischen Fragen rund um die adäquate Pflege und Betreuung von FVNF durchführenden Sterbewilligen konfrontiert. Auch ethisch sind ins Vertrauen gezogene und um Unterstützung gebetene Hausärzte, Hospiz- oder Spitalmitarbeitende herausgefordert. Aus der ZeitschriftPflegerecht 2/2018 |

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