From the magazine Pflegerecht 4/2019 | S. 229-230 The following page is 229

Juristische Perspektive

I. Einleitung

Bei der juristischen Beratung rund um die medizinische Behandlung eines Patienten stehen sein Persönlichkeits- und Selbstbestimmungsrecht im Zentrum: Unabhängig vom Vorliegen einer Suchtthematik muss seine Haltung zu einer Behandlung ermittelt werden. Das geschieht im Dialog zwischen dem Behandlungsteam und dem Patienten oder dessen Vertretern. Das Selbstbestimmungsrecht des Patienten findet seine Grenzen regelmässig am aus Sicht des Arztes ethisch und medizinisch Vertretbaren. Der Patient entscheidet also nicht allein über die Behandlung und dessen Rahmenbedingungen. Für die vorliegende Fragestellung bedeutet dies, dass der Patient im Rahmen einer Spitalbehandlung nicht ohne Weiteres die Abgabe eines (legalen) Suchtmittels verlangen kann. Es kommt ihm jedoch der Entscheid über die Wahl von möglichen, ihm offerierten Alternativen zu. Im Dialog mit dem Patienten gelingt es in der Regel, einen Konsens über die Behandlung zu finden.

II. Behandlungsentscheid

A. Ermittlung…

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