From the magazine Pflegerecht 1/2018 | S. 58-61 The following page is 58

Nr. 103

Bezirksgericht Zürich, Urteil vom (DG17019); nicht rechtskräftig, NZZ 8. 12. 2017

Pflegelohn und Dokumentation oder Diebstahl und unbefugtes Aufnehmen

Die Konstellation der Sorge und Pflege durch nahestehende Personen ist nicht ganz selten. Angehörige, manches Mal auch Nachbarn oder sonstige Dritte leisten Pflege, und dies üblicherweise bisher ohne Lohn oder vertragliche Regelung, trotz den für sie offensichtlich vorhandenen Belastungen. Der vorliegende Fall stammt aus diesem Bereich. Ein gebrechlicher Witwer wurde von seinen Nachbarn mit Tätigkeiten wie Begleitung beim Einkaufen, gemeinsamen Nachtessen und Lektüre umsorgt. Die Nachbarn erhielten für diese Tätigkeiten zunächst keine finanzielle Entschädigung. Im Unterschied zu vielen dieser Fälle konnten die Nachbarn hier aber einen «Pflegelohn» für sich realisieren, indem sie in der Wohnung des Witwers Geld und Schmuck an sich nahmen. Vor Gericht machten sie geltend, sie seien dazu berechtigt gewesen. Dies bestätige auch eine Äusserung des Witwers. Diese…
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