From the magazine Pflegerecht 2/2014 | S. 119-120 The following page is 119

Nr. 57

Urteil des Bundesgerichts, I. sozialrechtliche Abteilung, vom , 8C_625/2013

Anspruchsberechtigung gegenüber der Arbeitslosenversicherung bei Pflege auf Abruf

Bei der Arbeit auf Abruf besteht keine Garantie für einen bestimmten Beschäftigungsumfang, sodass die Person während der Zeit, in der sie nicht zur Arbeit aufgefordert wird, keinen Arbeits- und Verdienstausfall nach Art. 11 Abs 1 AVIG erleidet. Von diesem Grundsatz kann jedoch abgewichen werden, wenn der auf Abruf erfolgte Einsatz während längerer Zeit im Wesentlichen mehr oder weniger konstant war. In diesem Fall ist die effektiv absolvierte Arbeitszeit als normal zu betrachten. War eine Versicherte seit zwei Jahren und sieben Monaten bei einem Hausbetreuungsdienst auf Abruf tätig, lässt sich eine individuelle Normalarbeitszeit ermitteln.

Sachverhalt

Die 1963 geborene H. ist seit 1. März 2009 als Kranken- und Hauspflegerin bei der Hausbetreuungsdienst X. AG in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis auf Abruf tätig. Nachdem auf den 1…

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