From the magazine Pflegerecht 2/2014 | S. 98-107 The following page is 98

Ehe- und güterrechtliche Konsequenzen derunentgeltlichen Pflege des Ehegatten*

I. Einleitung

«In beinahe 5% der Mehrpersonenhaushalte lebt mindestens eine pflege- oder betreuungsbedürftige erwachsene Person. Das entspricht schätzungsweise 96 000 Haushalten und 210 000 Personen, die Pflege oder Betreuung im weiteren Sinn nötig haben (ohne Alleinlebende). Diese Privathaushalte leisten einen wesentlichen Beitrag für Betreuung und Pflege. Damit ermöglichen sie, dass kranke und behinderte Menschen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können, und sparen gleichzeitig dem Gesundheitswesen beträchtliche Kosten. Für solche Unterstützungsleistungen im eigenen Haushalt wurden im Jahr 2000 von den Privathaushalten rund 34 Millionen Stunden unbezahlt aufgewendet. Dazu kommen die informellen Hilfeleistungen von Privatpersonen für andere Haushalte. Nach SAKE 2004 engagieren sich rund 12% der Frauen und 11% der Männer in diesem Bereich und setzen dafür pro Jahr ungefähr 100 Millionen Stunden unbezahlt ein.»1 Die Leistung …

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