From the magazine Pflegerecht 4/2019 | S. 217-224 The following page is 217

Ersatzpflicht für den Selbstversorgungsmehraufwand

I. Einleitung

Im Normalfall verhält es sich so, dass die gesundheitlich beeinträchtigte Person nicht mehr in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen und gegebenenfalls zusätzliche Dienstleistungen benötigt, die ebenfalls eine Drittperson erbringt. Diese Dienstleistungen Dritter können Hilfe-, Betreuungs- oder Pflegeleistungen sein, wobei die fragliche Dienstleistung von der Drittperson selber an oder für die gesundheitlich beeinträchtigte Person erbracht wird.

In selteneren Fällen ist die gesundheitlich beeinträchtigte Person funktionell noch in der Lage, die bisher ausgeführten oder zusätzlich notwendig gewordenen Verrichtungen unter der Anleitung oder Kontrolle einer Drittperson oder selbstständig auszuführen, wobei die Ausführung mit oder ohne einem erhöhten Zeitaufwand möglich ist. In all diesen Fällen, in denen bei der gesundheitlich beeinträchtigten Person ein Selbstversorgungsmehraufwand entsteht, ist klärungsbedürftig, ob und inwieweit der Selbstversorgungsmehraufwand…

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