From the magazine Pflegerecht 2/2016 | S. 109-113 The following page is 109

Akut- und Übergangspflege – wirtschaftlich sinnvoll oder blosse Mehrbelastung der Patienten?

I. Einführung

Dass die schweizweit einheitliche Einführung der Fallpauschalen (SwissDRG) 2012 gewisse Auswirkungen zeitigt, das hat man vorausgesehen. Bereits im Vorfeld war oft von «blutige Entlassungen» die Rede: Spitäler entlassen Patienten1 bereits einige Tage nach grossen Operationen nach Hause, gewissermassen mit noch blutenden Wunden.

Dies entspricht der Tendenz einer kontinuierlichen Verkürzung der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer im Spital. Dadurch erfolgt die Entlassung meist zu einem Zeitpunkt, in welchem – zumindest vorübergehend – ein erhöhter Pflegebedarf besteht. Dies fällt insbesondere bei älteren, multimorbiden Patienten ins Gewicht, die für die Rekonvaleszenz ungleich mehr Zeit benötigen.2

Als eine von mehreren Schutzmassnahmen wurde deshalb die Akut- und Übergangspflege gesetzlich verankert.3 Diese soll als Überbrückungsmöglichkeit den Patienten helfen, ihre Selbständigkeit wiederzuerlangen und nach Hause zurückzukehren. Etwas mehr als fünf Jahren…

[…]
Melden sie sich für den Pflegerecht-Newsletter an und bleiben Sie informiert.