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Freiwilliger Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit (FVNF): Suizid oder natürliche Entscheidung am Lebensende?

Aus der ZeitschriftPflegerecht 2/2018 | p. 76–83 Es folgt Seite № 77

I. Einleitung

Der freiwillige Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit (FVNF) – auch bekannt als Sterbefasten – wird international in diversen Kontexten von unterschiedlichen Disziplinen kontrovers diskutiert. Je nach Haltung wird der FVNF als Suizid1, 2, Beihilfe zur Selbsttötung (assistierter Suizid)3, Sterbenlassen (passive Sterbehilfe)4, 5 oder als eine alternative Entscheidung am Lebensende6 betrachtet. Diese Haltungspluralität ist unserer Meinung nach dafür verantwortlich, dass mit dem FVNF bisher kaum systematisch und professionell umgegangen wird.

Das Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben ist in der juristischen Ausgestaltung und den damit verbundenen Konsequenzen aufgrund der jeweiligen Gesetzgebung länderabhängig. So entwickelt die Debatte um den FVNF in der Schweiz eine andere Dynamik als zum Beispiel in Deutschland oder Österreich. Selbstbestimmung und Autonomie gelten als gesellschaftliche Trends, die auch am Lebensende zunehmend…

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