From the magazine Pflegerecht 1/2017 | S. 37-38 The following page is 37

Forum Geschlechtsvarianten, DSD, seltene Krankheiten und sozialversicherungsrechtliche Leistungen

Zum Thema

Eltern mit einem Kind, dessen anatomisch-biologisches Geschlecht nach der Geburt nicht umgehend bestimmbar ist – die Medizin spricht in der Zwischenzeit einheitlich von DSD/VSD oder Geschlechtsvarianten1 –, haben nach und gegebenenfalls vor der Geburt ihres Kindes einen erheblichen Unterstützungsbedarf, der aufgrund der psychosozialen Notsituation, in der sich Eltern und Kind nach der Geburt befinden, von der medizinischen Wissenschaft breit anerkannt wird.2

Auch wenn die stellvertretende Einwilligung der Eltern für ihr urteilsunfähiges Kind grundsätzlich nur dann als Rechtfertigung für einen rechtswidrigen Eingriff in die Integrität gelten kann, wenn dieser Eingriff v.a. dem gesundheitlich auch langfristigen Interesse des Kindes entspricht (medizinische Indikation i.e.S.),3 und unabhängig davon, ob eine geschlechtsbestimmende oder geschlechtsverändernde Operation am urteilsunfähigen Kind vorgenommen wird, benötigen die Eltern psychosoziale Unterstützung, denn die psychosoziale…

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