From the magazine Pflegerecht 1/2019 | S. 13-22 The following page is 13

Bewegungseinschränkende Massnahmen in der häuslichen Pflege

I. Einleitungsbeispiel

Ein 88-jähriger Mann mit Demenzerkrankung lebt mit seiner Ehefrau zusammen und wird regelmässig ergänzend durch die Spitex betreut. Bereits zu Beginn seiner Erkrankung hat er mündlich den Wunsch geäussert, so lange wie möglich zu Hause leben zu wollen. Aus Sicherheitsgründen wäre das Anbringen eines Bettgitters notwendig, damit die Pflege weiterhin im häuslichen Bereich aufrechterhalten werden kann. Zwischenzeitlich gilt der Betroffene aufgrund der fortgeschrittenen Demenz als urteilsunfähig, weshalb sich nun die Frage aufdrängt, ob die bewegungseinschränkende Massnahme von der Spitex und der Ehefrau in der häuslichen Pflege eingesetzt werden darf.

Im Heft 2/2018 setzte sich Peter Mösch Payot ausführlich mit der Thematik der freiheitsbeschränkenden Massnahmen in Heimen auseinander.1 Dabei schnitt er auch die Problematik der bewegungseinschränkenden Massnahmen in der häuslichen Pflege an, die keine gesetzliche Grundlage kennen. Der folgende Artikel…

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