From the magazine Pflegerecht 1/2016 | S. 2-11 The following page is 2

Vermögensverwaltung durch Vorsorgeauftrag und durch Vertretung des Ehegatten/eingetragenen Partners

I. Einleitung

Natürliche Personen handeln als Rechtssubjekte grundsätzlich selbständig. Sind sie volljährig und urteilsfähig, können sie ihre Autonomie im Rahmen der Rechtsordnung vollständig ausüben. Das Erwachsenenschutzrecht setzt ein, wenn Personen infolge eines sog. Schwächezustands (z.B. geistige Behinderung, psychische Störung, Demenzerkrankung) in ihrer Selbständigkeit beeinträchtigt sind: Es soll behebend, ausgleichend oder mildernd einwirken, um die Interessen des Betroffenen dauerhaft zu sichern. Hierfür bedient es sich verschiedenster Instrumente – allesamt Massnahmen, die entweder von Gesetzes wegen eintreten (u.a. Vertretungen), von der betroffenen Person selbst getroffen werden (Vorsorgeauftrag und Patientenverfügung) oder von einer Behörde im Einzelfall angeordnet werden (verschiedene Beistandschaften und fürsorgerische Unterbringung).

Verliert eine Person ihre Urteilsfähigkeit, gilt sie automatisch als handlungsunfähig…

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