From the magazine Pflegerecht 1/2019 | S. 34-38 The following page is 34

Akut- und Übergangspflege: Was muss sich ändern?

Heterogenität und fragliche Rechtskonformität bei der Umsetzung

I. Einleitung

Mit Einführung der revidierten Pflegefinanzierung wurde per 1. Januar 2011 das Instrument der Akut- und Übergangspflege in Art. 25a Abs. 2 KVG gesetzlich verankert. Die Akut- und Übergangspflege ist eine Nachsorgelösung, die im Anschluss an einen Spitalaufenthalt entweder ambulant oder stationär in Anspruch genommen werden kann, sofern sie im Spital ärztlich angeordnet wird.1 Die Leistungen werden während längstens zwei Wochen nach den Regeln der Spitalfinanzierung vergütet.2 Aufgrund der Umstellung auf die leistungsorientierten Fallpauschalen SwissDRG im Jahr 2012 rechnete man mit verkürzten Spitalaufenthalten und hat die Akut- und Übergangspflege gewissermassen als Schutzmassnahme, insbesondere für ältere und polymorbide Patientinnen und Patienten, eingeführt.3

Schon wenige Jahre nach der Einführung zeichnete sich jedoch ab, dass das neu eingeführte Instrument der Akut- und Übergangspflege nicht wie beabsichtigt umgesetzt wurde und ein Mauerblümchen-Dasein…

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