From the magazine Pflegerecht 4/2016 | S. 251-252 The following page is 251

Nr. 86

Urteil des Bundesgerichts, I. sozialrechtliche Abteilung, vom 8C_403/2015

Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung bei ausstehenden Abklärungen zur Arbeitsfähigkeit

Übt eine versicherte Person bei noch laufenden Abklärungen der Invalidenversicherung betreffend die Arbeitsfähigkeit eine Tätigkeit auf Abruf aus, darf die Arbeitslosenentschädigung nicht unter Hinweis auf die Vermittlungsfähigkeit oder den anrechenbaren Arbeitsausfall versagt werden.

Sachverhalt

Die Pflegefachfrau A. war vom 1. Juni 1996 bis zum 31. Dezember 2011 in einem Vollzeitpensum im Spital B. tätig. Ab dem 1. Januar 2012 war A. bei derselben Arbeitgeberin in einem befristeten Arbeitsverhältnis auf Abruf in einem Pensum von maximal 40% angestellt. Dieses Arbeitsverhältnis wurde mehrmals verlängert, zuletzt bis zum 31. Dezember 2014.

Aufgrund gesundheitlicher Beschwerden meldete sich A. am 8. Juli 2010 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Mit Mitteilung vom 24. Januar 2012 wurde der Anspruch auf berufliche Massnahmen bejaht. Gemäss Vorbescheid vom 5. November…

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